Chronik

des österreichischen Vereins für rauhhaarige Vorstehhunde


Der österreichische Verein Deutsch Drahthaar wurde 1896 als selbständiger Verein, jedoch unter der deutschen Dachorganisation "Deutsch Drahthaar" gegründet. Das seit 1897 geführte Zuchtbuch stellt in seiner ausführlichen und genauen Form das älteste Zuchtbuch Österreichs dar und ist eine kynologische Fundgrube und echte Rarität.

Gegen Ende der Zwischenkriegszeit war das Zuchtziel weitgehend erreicht, der Deutsch Drahthaar ein kräftiger, stark knochiger Typ, raubzeugscharf, wasserfreudig, und von sicherem, freundlichem Wesen. Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete auch für den Verein einen neuen Anfang unter schwersten Bedingungen. Unter der Führung des damaligen Ehrenpräsidenten Mf. G. Haslmayr-Grassegg wurde das verbliebene spärliche Zuchtmaterial gesiebt, neue Zucht- und Prüfungsordnungen erstellt. Der Verein trennte sich von der deutschen Dachorganisation, schloss mit dem Österreichischen Kynologenverband einen Vertrag, der weitgehende Selbständigkeit in züchterischen Belangen, die Anerkennung des eigenen Zuchtbuches, das Recht zur Abhaltung vereinsinterner Pfostenschauen und Ausstellungen einerseits, sowie den Anschluss an den Österreichischen Kynologenverband andererseits zum Inhalt hatte.

Der Name des Vereines wurde auf "Deutsch Rauhhaarige Vorstehhunde" geändert, Deutsch Drahthaar, Griffon, Deutsch Stichelhaar und Pudelpointer betreut. Leider verschwanden Mitte der Sechzigerjahre die letzten Griffon und Deutsch Stichelhaar aus dem österreichischen Zuchtgeschehen. Für den Pudelpointer wurde ein eigener Verein gegründet. Der Typ des drahthaarigen Vorstehhundes wurde etwas leichter, eleganter, die Hunde im Feld schneller, ohne allerdings die alten Vorzüge zu verlieren. Nachdem die Tschechoslowakei die internationale Anerkennung des Cesky Fousek als eigene Rasse durchgesetzt hatte, übernahm der Verein auch die Betreuung dieser Hunde in Österreich. Neuerlich wurde der Vereinsname geändert und lautet nunmehr "Österreichischer Verein für rauhhaarige Vorstehhunde". Mf. Gert Preiss war es, der mehr als zwei Jahrzehnte lang die Geschicke der Drahthaarzucht lenkte und entscheidend zum heutigen, ausgezeichneten Leistungsstandard beigetragen hat. 

Die Zahl der Mitglieder des Vereines schwankte in den Jahren nach dem Krieg zwischen 400 und 500 Aktiven, ein gesunder Stand, wenn man bedenkt, dass Hunde dieser Rasse vorwiegend jagdlich geführt werden und der herbe Charme ihres Aussehens nur einen bestimmten Kreis von Interessenten anspricht. Derzeit zählt der Verein mehr als 1.000 Mitglieder.

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